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Das schwarze Loch der Produktivität im Bau

Bei einem wichtigen Bauprojekt setzen wir unser bestes Bauteam auf die Ausführung an.

Jetzt denken Sie: Ja, natürlich. Ich auch. Aber wieso müssen wir eigentlich darauf vertrauen, dass “unsere besten Mitarbeiter” nur aufgrund ihrer Erfahrung all das hinbekommen müssen, was man vielleicht durch einen besseren Planungs- und Fertigungsprozess unabhängiger von den Kompetenzen einzelner machen könnte? Und zwar unabhängig, damit wir die Fähigkeiten der guten Mitarbeiter in der Hinterhand haben, diese aber keine Notwendigkeiten sind, damit das Haus am Ende des Tages auch wirklich steht (Stress und Druck ist mit dieser Arbeitsweise vorprogrammiert).

“I hob zwoar ka Ohnung wo i hinfoahr. Aber dafür bin i gschwinder duat”

„Der Halbwilde“ von Helmut Qualtinger

Was der österreichische Kabarettist Helmut Qualtinger als “Ich habe zwar keine Ahnung wo ich hinfahre (mit einem schnellen Motorrad), aber dafür bin ich schneller dort” auf den Bau übertragen sagt, sind zwei Dinge: Uns fehlen Prozesse und Werkzeuge, um den Bauprozess steuerbar/messbar zu machen sowie die Möglichkeiten aus guten und schlechten Prozessvarianten zu lernen. Aber was versteht man unter „lernen“ im Bauprozess konkret?

Für mich persönlich: Wenn ich einen Bauproduktionsvorgang (Aufstellen von Fertigteilwänden, Verlegen von Rohrleitungen, etc.) wiederhole, stelle ich mir die Frage: Was möchte ich wieder gleich machen, weil es schnell/günstig/nicht fehleranfällig war und was nicht.
Und die Königsdisziplin ist, die guten Prozesse von einer Baustelle auf die nächste zu übertragen. Frei nach dem Motto: Ich habe noch nie ein Krankenhaus als Bauleiter gebaut, aber meine Firma hat das Wissen aus 25 ähnlichen Projekten. Dieses Wissen hilft mir bei der Planung und Umsetzung.

Datenfluss im Baubetrieb als die magische Zutat

Seit 2019 wissen wir durch Weltraumteleskope wie ein schwarzes Loch aussieht.
Nur etwas besser wissen wir (systematisch – nicht nur in den Köpfen der Beteiligten!), was die besten Prozesse der Bauausführung sind. Harte Ansage! Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass ich nicht grob danebenliege oder zumindest am richtigen Eck provoziere.

Unsere Motivation mit CONTAKT ist es, dass wir ein Werkzeug aufgebaut haben, dass im täglichen Baubetrieb mit planen-messen-steigern genau die Steuerung ermöglicht, damit Bauleiter und Poliere anders als der Halbwilde ziemlich genau wissen, wo sie hinfahren. Und der echte Charme an Digitalisierung ist, dass wir Daten aus dem Baubetrieb für Sie sammeln und ein System aufbauen, indem die besten Prozesse im gleichen Projekt wiederholt werden können (Stichwort: kontinuierliche Verbesserung) als auch über die Projekte hinweg die Teams vernetzen können.

CONTAKT hub: Taktdetail

Jedes Rezept hat mehrere Zutaten

So wie kein Bauprojekt ident ist, ist auch keine Prozess- und Systemlandschaft ident. Genau deswegen macht ein offener BIM-, Daten- und Methodenansatz Sinn. Damit kann jede Bau- und Planungsfirma andocken und ein “individuelles Rezept” aus den besten Tools kreieren und schnell, über definierte Kanäle miteinander kommunizieren.

Wenn der Halbwilde auf der Maschine sich in ein Google Streetview Auto setzt

Was jetzt natürlich noch fehlt ist ein Call for Action, oder? Zündschlüssel umdrehen, drauf losfahren mit leistungsfähigen Lösungen jeden Meter Ihres digitalen Baustellenbetriebes wie ein Google Street Car “mappen”. Im Silicon Valley besser bekannt als „Daten sammeln“, denn Daten sind das neue Öl. Nur wenn wir im Bau (wieder) Entdecker werden und versuchen Neuland zu betreten, werden wir neue Muster aufbauen können.

Heißt konkret: Digitalen Baubetrieb ausprobieren, sich mit den neuen Erkenntnissen und positivem wie negativem Feedback auseinandersetzen, um Schritt für Schritt besser zu werden. Das ist auch Lernen – und das wird uns das schwarze Loch ergründen lassen. Außerdem macht Motorradfahren Spaß, unsere Software soll dem im Nutzerlebnis so nahe wie möglich kommen.

Verfasser:
Lucas Johannes Winter, Managing Director CONTAKT GmbH

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