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Hallo Baustelle, wir haben 3D-Daten!

Wir leben BIM. Wir, die b.i.m.m GmbH, sind ein Generalplanungsbüro, welches sämtliche Planungsprozesse digital abwickelt. Unter BIM („Building Information Modeling“) versteht man ein 3D-Modell, das möglichst detailgetreu das geplante Bauobjekt darstellt und mit den erforderlichen Informationen angereichert ist. In der Planungsphase „baut“ man das Gebäude (oder die Straße, den Tunnel) also virtuell, kann automatisiert Kollisionskontrollen führen und mit Planern aller Gewerke ohne Übersetzungsfehler zusammenarbeiten.

Verfasserin: Bmstr. DI Adriane Gasteiger Gesellschafterin bei der b.i.m.m GmbH.

Die Baustelle: Eine BIM-freie Zone?

Und dann? Aus dem intelligenten 3D-Modell werden 2D-Pläne und Listen, die auf der Baustelle wieder in ein physisches 3D-Modell übersetzt werden. Doch das muss nicht so sein – warum findet man BIM so selten auf der Baustelle?

Wir von der b.i.m.m GmbH haben den Gedanken weitergesponnen und gemeinsam mit CONTAKT darauf aufbauend Sitelife entwickelt – die Software für die Baustelle. Der Bauleiter oder Polier kann sich das 3D-Modell ansehen, kann das Modell nach gewissen Eigenschaften filtern und sich Informationen (z.B. m³ Beton) summieren lassen und herausziehen. Das Modell hilft dabei, den Baufortschritt exakt zu dokumentieren und auch die Prozesse auf der Baustelle zu steuern und zu analysieren – und bald auch zu planen. Die dadurch gesammelten Daten können nach Bedarf ausgewertet werden und dienen als Kennwerte für weitere Projekte. Sitelife bietet die Möglichkeit, bei gleichem Aufwand eine deutlich höhere Qualität der Dokumentation und Baustellensteuerung zu erzielen.

Und wo ist der Haken?

Meistens gibt es doch einen Grund, warum man sich neuer Technologie nur zögerlich nähert. Was hält eine Baufirma davon ab, sich mit BIM zu befassen?

Transparenz: Das Un-Wort der BIM-Branche.

Will ich denn als Polier, dass meine Arbeit im kleinsten Detail erfasst wird? Will ich meinen Vorgesetzten ein Tool in die Hand geben, mit welchem die Baustellen vergleichbar werden?

Die Transparenz der Datenerfassung ist ein schmaler Grat. Tatsächlich kann man mit Sitelife so genau und so ungenau dokumentieren wie auch bisher. Der Unterschied: Durch die Digitalisierung sämtlicher in Sitelife eingetragenen Daten sind Suchfunktionen, Graphen und Auswertungen vereinfacht möglich.

Schlussendlich ist es doch im Interesse jeder Baufirma, einen Überblick über den Stand der aktuellen Baustellen zu haben. Als Polier wäre es ein Irrglaube zu meinen, dass ohne BIM die Produktivität einer Baustelle nicht messbar wäre. Sitelife vereinfacht die Prozesse der Auswertung und macht die Daten (für Zugriffsberechtigte) sichtbar.

Der digitale Zwilling: Unfehlbar und makellos?

Können technische Zeichner, Architekten und Ingenieure ein virtuelles 3D-Modell bauen, das auf der Baustelle 1:1 umsetzbar ist? Erschreckenderweise kann diese Frage nicht mit „JA“ beantwortet werden. Sei es die Trennung in Betonierabschnitte, die Ausmodellierung gewisser Details oder einfach das Unwissen der „Schreibtischtäter“. In einem digitalen Modell treten sicher Fehler auf.

Wenn man sich von dem Gedanken des „perfekten Building Information Models“ verabschiedet, dann kann man nach der Lösung suchen, die dann doch trivial ist: Um eine Baustelle sinnvoll über ein virtuelles Modell abwickeln zu können, müssen sämtliche Änderungen und Anpassungen im Modell nachgezogen und Fehler behoben werden. Heißt: Das Modell muss während des Bauablaufs gepflegt werden. Dieser Punkt ist im Vertrag mit dem Bauherrn zu regeln. Schuldet der Architekt eine „As-Built“-Planung oder soll die Baufirma (gegen Einwurf von €) ein Ist-Modell liefern?

Der BIM-Manager: Die eierlegende Wollmilchsau.

Der BIM-Manager ist der Dirigent der Digitalisierung: Er koordiniert die Modelle, definiert die Anforderungen und ist verantwortlich dafür, dass die drei Buchstaben „BIM“ auch tatsächlich Mehrwerte generieren. Dafür braucht er nicht nur umfassendes Wissen bezogen auf den aktuellen Stand der Technik, sondern auch ein breites Basiswissen im Bauwesen. Die meisten BIM-Manager legen den Fokus auf die Planungsphase, da natürlich hier das Modell erstellt wird und die direkten Benefits geerntet werden können. Doch wie geht es auf der Baustelle weiter?

Hier wird das Eis leider oft dünn – ist der BIM-Manager sattelfest in Themen wie Schalungsmanagement, Lieferketten und Baustellenprozesse? Wie soll BIM im Baubetrieb zum Einsatz kommen, wenn es keine Wissensschnittstelle zwischen BIM-Manager und Baustelle gibt?

Mein Lösungsweg: Liebe Baufirmen, baut euch eure eigene BIM-Kompetenz auf. Dadurch erzeugt ihr einen Gegenpool zu der oft theoretischen Welt des BIM-Managements und könnt die eigenen Benefits der BIM-Arbeitsweise nutzen. Ein guter Bauleiter oder Polier ist das Herz jeder Baufirma, wenn dieser dann noch mit einem effizienten Werkzeug wie BIM ausgestattet wird, gewinnt man auf ganzer Länge.

BIM und die Baustelle: Eine Win-Win-Geschichte.

Stellen Sie sich vor: Sämtliche im Bauprozess anfallenden Daten werden an einer Stelle zentral gesammelt, mit eindeutiger Verortung im Modell. Die Daten sind jederzeit auffindbar, der Bauherr bekommt am Ende des Tages (bzw. des Projekts) ein 3D-Modell, in welchem Datenblätter, Bauinformationen und Produktdaten hinterlegt sind.

Stellen Sie sich vor: Die Kommunikation auf der Baustelle wird durch das Modell unterstützt. Die Arbeitsaufgaben sind klar im Modell verortet, die nervige Dokumentationspflicht wird automatisiert und man kann sich auf das konzentrieren, was man am besten kann: Bauen!
Mit Sitelife kommen wir diesem Traum einen großen Schritt näher: Sitelife ermöglicht eine umfassende Nutzung von BIM und ist direkt auf Baufirmen zugeschnitten. Sitelife ist mehr als einen Versuch wert.

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